3. NEOMODERNISMUS (1950 – 2000): ZUR GESCHICHTSSCHREIBUNG DER DEUTSCHEN LITERATUR SEIT 1945

Die neomodernistische Epoche steht im Zeichen des verabsolutierten „Schreibens“. Der literarische Epochenbruch nach 1950 besteht darin, dass die Epigonen sich nun ihre eigene „klassische Moderne“ konstruieren. Die Neomodernisten beanspruchen, das Erbe der klassischen Avantgarden zuzuspitzen. So entsteht ein neues Paradigma, das sich zur „klassischen Moderne“ etwa so verhält wie der Kafkaismus zu Kafka selbst, der in den 1960er und 1970er Jahren zum Säulenheiligen der neomodernistischen Epoche wird.

 

„Kafkaismus“ der 1950er und 1960er Jahre

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